Les Jamelles
Auf diesem Weingut wird eine Geschichte geschrieben, die einen ganz klassischen Anfang hat, traditionell könnte man schon sagen, die dann ihren eigenen Weg geht und dessen Ende noch lange nicht abzusehen ist. Es ist die Geschichte des Weingutes Les Jamelles, die mit zwei bestens ausgebildeten Jungwinzern beginnt und mittlerweile in 50 Ländern der Welt weitergeschrieben wird.
Die Geschichte wird noch schöner, denn sie beginnt mit einer Liebesgeschichte. Catherine und Laurent Delaunay studieren zusammen in Frankreich; beiden ist Wein sozusagen in die Wiege gelegt worden und an einem vinophilen Hintergrund mangelte es nicht. Das Studium war geschafft, Laurent schaute sich für ein knappes Jahr den Weinbau in Kalifornien an, bevor das Paar in Laurents elterliches Weingut im Burgund eingebunden wurde.
In der Theorie hätten die beiden Jungwinzer das Familienweingut weitergeführt, jedoch erkrankte Laurents Vater schwer, Geschäftsentscheidungen mussten getroffen und die Finanzen bereinigt werden. Ein Verkauf des Weingutes blieb nicht aus; Lauren und Catherine gestalteten noch für etwas mehr als zwei Jahre den Übergang, bis sie sich aufmachten, ihr eigenes Weingut zu gründen. Ursprünglich sollte sich dies ebenfalls im Burgund befinden; der Markt war aber recht sportlich umkämpft.
Glücklicherweise verfügt Frankreich ja über mehrere erstklassige Weinanbauregionen. So fiel die Wahl auf Languedoc, beziehungsweise Languedoc-Roussillon. Hier stimmte das Timing etwas besser; während in den 1980er-Jahren die Region nicht für hochwertige Weine bekannt war, wurden in den 1990er-Jahren Rebflächen dezimiert und die Qualität verbessert. Auf diesen Zug sprangen Catherine und Laurent auf. Eine richtige Entscheidung, wie sich schnell herausstellen wird.
Der Neustart, von null, ist im Weinbusiness nicht weniger anspruchsvoll als in anderen Branchen. Die Idee des Winzer-Paares: Rebsortenweine, statt Lagenweine. Sie holten sich Wine&Food-Legende Melvyn Masters († 2023) mit ins Boot und das Weinlable "Les Jamelles" war geboren. Fehlte nur noch der passende Wein. Denn weder verfügten Laurent und Catherine über eigene Rebstöcke, noch über eine Presse, Fermentationstanks, Reifelager. Entsprechend gab es nur einen einzigen Weg: Das junge Paar musste Klinken putzen und die regionalen Weinbauer und Winzer von ihrem Vorhaben überzeugen. Auch diese Hürde meisterten beide mit Bravour, sodass die ersten Abfüllungen von Les Jamelles 1995 ihr Debut in den USA feierten. Melvyn Master als vernetzter Profi ebnete hierfür die Vertriebswege. Nun konnte nichts mehr den Erfolg der Les Jamelles Weine aufhalten. Der Vertrieb wurde auf Kanada ausgeweitet; in den 2010er-Jahren kam die Gastronomie im Mutterland Frankreich hinzu; heute sind es dutzende Länder, in denen die Kreationen von Catherine und Laurent Delaunay geselliges Beisammensein und gutes Essen begleiten.
Auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Winzern und Weinbauern der Languedoc sind die Delaunays nach wie vor angewiesen. Schließlich verfügen sie erst seit 2015 über eigene Rebflächen. Die 60 Hektar reichen bei Weitem nicht aus; auf insgesamt 400 Hektar werden für die Les Jamelles Weine Trauben angebaut. Hier ergibt die ursprüngliche Idee der Rebsortenweine (statt der Lagenweine) besonders Sinn. Denn die einzelnen Parzellen verteilen sich über insgesamt vier verschiedene Lagen. So bestimmt mal Meereslage und Kiesboden das Terroire, in anderen Lagen bestimmen Kalk und Lehm die Bodenzusammensetzung oder aber schwarzer Schiefer und Kiesel. Jene Diversität des Terroires wissen die Winzer-Eheleute Catherine und Laurent zu schätzen und verstehen sich darauf, die Rebsorten mit unterschiedlichen Ursprüngen harmonisch miteinander zu kombinieren. Doch auch diese Erkenntnisse kamen nicht über Nacht; viel mehr dauerte es ein gutes Vierteljahrhundert, bis die Weinprofis und ihr Team sozusagen die Parzellen "entschlüsselt" haben.
Das penible Wissen um die einzelnen Terroires und deren Auswirkung auf die Rebsorten ist essenziell für den Erfolg des Weingutes Les Jamelles. Bei 26 verschiedenen Rebsorten und rund 15 unterschiedlichen ist ein akkurater Überblick definitiv von Vorteil.
Den hat Catherine. Sie ist quasi die Spürnase des Weingutes und olfaktorisch ein Profi. Musste, oder besser gesagt, durfte das Team in den Anfangsjahren noch die Weinkeller anderer Winzerbetriebe nutzen, so haben sich die Delaunays mit der Fertigstellung einer eigenen Kellerei 2015 ihren Languedoc-Traum erfüllt. Diese ist von stattlichem Ausmaß und bietet beispielsweise Platz für 50 000 Hektoliter Wein sowie für 800 Barriques. Bei einem derart großen Sortiment können die Winzer um Catherine und Laurent den Platz gut gebrauchen:
Produkte
- Les Jamelles Syrah 0.750,75 l 13,5 % Vol.sortenreiner Syrahaus dem Langedockräftig und würzig8,19 €Inkl. 19% Steuern , exkl. Versandkosten10,92 € / 1 l
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- Les Jamelles Sauvignon Blanc 0.750,75 l 12,5 % Vol.Pays d'Ocfrisch und eleganttoller Aperitif9,69 €Inkl. 19% Steuern , exkl. Versandkosten12,92 € / 1 l
- Les Jamelles Roussanne 0.750,75 l 13 % Vol.Pays d'Ocseltene Rebsorteausdrucksstark8,98 €Inkl. 19% Steuern , exkl. Versandkosten11,97 € / 1 l
- Les Jamelles Viognier 0.750,75 l 13 % Vol.Pay d'Ocrebsortenreinzu frischen Speisen9,89 €Inkl. 19% Steuern , exkl. Versandkosten13,19 € / 1 l
All you need is love…and wine
Die Geschichte wird noch schöner, denn sie beginnt mit einer Liebesgeschichte. Catherine und Laurent Delaunay studieren zusammen in Frankreich; beiden ist Wein sozusagen in die Wiege gelegt worden und an einem vinophilen Hintergrund mangelte es nicht. Das Studium war geschafft, Laurent schaute sich für ein knappes Jahr den Weinbau in Kalifornien an, bevor das Paar in Laurents elterliches Weingut im Burgund eingebunden wurde.
In der Theorie hätten die beiden Jungwinzer das Familienweingut weitergeführt, jedoch erkrankte Laurents Vater schwer, Geschäftsentscheidungen mussten getroffen und die Finanzen bereinigt werden. Ein Verkauf des Weingutes blieb nicht aus; Lauren und Catherine gestalteten noch für etwas mehr als zwei Jahre den Übergang, bis sie sich aufmachten, ihr eigenes Weingut zu gründen. Ursprünglich sollte sich dies ebenfalls im Burgund befinden; der Markt war aber recht sportlich umkämpft.
Glücklicherweise verfügt Frankreich ja über mehrere erstklassige Weinanbauregionen. So fiel die Wahl auf Languedoc, beziehungsweise Languedoc-Roussillon. Hier stimmte das Timing etwas besser; während in den 1980er-Jahren die Region nicht für hochwertige Weine bekannt war, wurden in den 1990er-Jahren Rebflächen dezimiert und die Qualität verbessert. Auf diesen Zug sprangen Catherine und Laurent auf. Eine richtige Entscheidung, wie sich schnell herausstellen wird.
Ohne Rebstöcke, ohne Weinkeller: Les Jamelles geht an den Start
Der Neustart, von null, ist im Weinbusiness nicht weniger anspruchsvoll als in anderen Branchen. Die Idee des Winzer-Paares: Rebsortenweine, statt Lagenweine. Sie holten sich Wine&Food-Legende Melvyn Masters († 2023) mit ins Boot und das Weinlable "Les Jamelles" war geboren. Fehlte nur noch der passende Wein. Denn weder verfügten Laurent und Catherine über eigene Rebstöcke, noch über eine Presse, Fermentationstanks, Reifelager. Entsprechend gab es nur einen einzigen Weg: Das junge Paar musste Klinken putzen und die regionalen Weinbauer und Winzer von ihrem Vorhaben überzeugen. Auch diese Hürde meisterten beide mit Bravour, sodass die ersten Abfüllungen von Les Jamelles 1995 ihr Debut in den USA feierten. Melvyn Master als vernetzter Profi ebnete hierfür die Vertriebswege. Nun konnte nichts mehr den Erfolg der Les Jamelles Weine aufhalten. Der Vertrieb wurde auf Kanada ausgeweitet; in den 2010er-Jahren kam die Gastronomie im Mutterland Frankreich hinzu; heute sind es dutzende Länder, in denen die Kreationen von Catherine und Laurent Delaunay geselliges Beisammensein und gutes Essen begleiten.
Eine Symphonie an Trauben
Auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Winzern und Weinbauern der Languedoc sind die Delaunays nach wie vor angewiesen. Schließlich verfügen sie erst seit 2015 über eigene Rebflächen. Die 60 Hektar reichen bei Weitem nicht aus; auf insgesamt 400 Hektar werden für die Les Jamelles Weine Trauben angebaut. Hier ergibt die ursprüngliche Idee der Rebsortenweine (statt der Lagenweine) besonders Sinn. Denn die einzelnen Parzellen verteilen sich über insgesamt vier verschiedene Lagen. So bestimmt mal Meereslage und Kiesboden das Terroire, in anderen Lagen bestimmen Kalk und Lehm die Bodenzusammensetzung oder aber schwarzer Schiefer und Kiesel. Jene Diversität des Terroires wissen die Winzer-Eheleute Catherine und Laurent zu schätzen und verstehen sich darauf, die Rebsorten mit unterschiedlichen Ursprüngen harmonisch miteinander zu kombinieren. Doch auch diese Erkenntnisse kamen nicht über Nacht; viel mehr dauerte es ein gutes Vierteljahrhundert, bis die Weinprofis und ihr Team sozusagen die Parzellen "entschlüsselt" haben.
Breit aufgestellt: das vielfältige Sortiment von Les Jamelles
Das penible Wissen um die einzelnen Terroires und deren Auswirkung auf die Rebsorten ist essenziell für den Erfolg des Weingutes Les Jamelles. Bei 26 verschiedenen Rebsorten und rund 15 unterschiedlichen ist ein akkurater Überblick definitiv von Vorteil.
Den hat Catherine. Sie ist quasi die Spürnase des Weingutes und olfaktorisch ein Profi. Musste, oder besser gesagt, durfte das Team in den Anfangsjahren noch die Weinkeller anderer Winzerbetriebe nutzen, so haben sich die Delaunays mit der Fertigstellung einer eigenen Kellerei 2015 ihren Languedoc-Traum erfüllt. Diese ist von stattlichem Ausmaß und bietet beispielsweise Platz für 50 000 Hektoliter Wein sowie für 800 Barriques. Bei einem derart großen Sortiment können die Winzer um Catherine und Laurent den Platz gut gebrauchen:
- Les Classique: Diese Serie umfasst zehn sortenreine Weiß- und Rotweine, wobei die Rotweine und einige wenige Weißweine teilweise in Holz ausgebaut werden Andernfalls erfolgt der Ausbau in Edelstahltanks. Die Serie präsentiert unter anderem einen Syrah, einen Pinot Noir, einen Muscat Sec und einen Viognier.
- Cépage Rare: Dies ist die Serie für Neugierige, welche sich vor allem älteren oder nur wenig angebauten Rebsorten widmet. So finden sich unter anderem ein Pinot Gris (ein Grauburgunder), ein Marsanne und ein Malbec (letzterer wird übrigens in Beton ausgebaut)
- Sélection parvellaire: Die Parzellenweine wurden 2018 ins Portfolio aufgenommen und zeichnen sich durch ganz besondere Trauben und besondere Lagen aus. Die Besonderheit erkennt auch die Fachjury, welche den Weinen aus dieser Serie regelmäßig hohe Punkte verleiht (beispielsweise 90+ von James Suckling).
- Sélection spéciale: Etwas ab von der Grundidee, sind die Weine dieser Serie nicht sortenrein, sondern Cuvées. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt; teilweise werden die Trauben per Hand geerntet und auf unterschiedliche Arten fermentiert und ausgebaut.
Alles Wichtige über das Weingut Les Jammelles zusammengefasst:
- gegründet von Lauren und Catherine Delaunays
- 1995: erster Abfüllungen; ohne eigenen Weinkeller
- Markenstart in den USA
- Anfang 2000: Export nach Kanada; weitere Märkte folgten
- heute: Absatzmärkte in rund 50 Ländern
- große Vielfalt an Rebsorten
- 400 ha Anbaufläche (Vertragsparzellen) und 60 ha eigene Anbauflächen
- mehr als zwei Dutzend verschiedene Weine im Sortiment
- mehrfach international ausgezeichnet
- teilweise bio-zertifizierte Weine